Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung
 Universitätsmedizin Leipzig

Retinale Gliazellforschung

Gliotransmitterfreisetzung in der Netzhaut

In letzter Zeit sind Gliazellen verstärkt in den Fokus der neurobiologischen Forschung gerückt. Im Gegensatz zu einer bloßen Stützfunktion, die man diesen Zellen über lange Zeit fast ausschließlich zuschrieb, wurden mittlerweile diverse physiologische Prozesse aufgeklärt, an denen Gliazellen beteiligt sind. Dazu zählen eine Reihe von Versorgungs- und Homöostasefunktionen. Es konnte aber auch gezeigt werden, daß Gliazellen an der neuronalen Informationsübertragung beteiligt sind. Gliazellen sind in der Lage, Transmitter - sogenannte Gliotransmitter - zu synthetisieren bzw. zu speichern, diese reguliert freizusetzen und dadurch physiologische Reaktionen zu induzieren. Zu den Gliotransmittern zählen u.a. Glutamat, ATP und Adenosin. In diesem Zusammenhang sind aber noch viele Fragen ungeklärt. Artikel lesen
 
 

Subtypen von Müllerschen Gliazellen in der Retina als Adaptation an spezialisiertes Sehen

Müllersche Radialgliazellen stellen die dominante Glia aller Wirbeltiernetzhäute dar; allerdings variieren ihre morphologischen und funktionellen Eigenschaften stark zwischen verschiedenen Tierarten und sogar innerhalb einer Retina (Abb. 1, 2). Artikel lesen
 
 

Müllerzellen und reaktive Gliose

Gliazellen sind an allen patho­logischen Zuständen des Nervensystems beteiligt bzw. reagieren darauf mit einem Prozeß, den man als reaktive Gliose bezeichnet (Pekny und Pekna, 2014). Reaktive Gliose ist eine Antwort der Gliazellen auf Verletzungen oder Erkrankungen des Nervensystems. Allerdings kann dieser Prozeß auch selbst zur Schädigung des Nervengewebes beitragen, einerseits durch den Verlust normaler Funktionen, andererseits durch das Hinzukommen schädlicher Wirkungen. Wir untersuchen die reaktive Gliose von Müllerschen Gliazellen, den dominierenden Gliazellen der Wirbeltiernetzhaut. Artikel lesen
 
 

Neurodegeneration in der Retina: Effekt des glialen Pigmentepithel-assoziierten Faktors (PEDF)

Schädigungen der Netzhautneurone, z. B. bei Ischämie, sind häufige Ursache von Beeinträchtigungen des Sehvermögens und einer nachfolgenden Erblindung. Allerdings vermag der in der Retina neuroprotektiv, neurotroph und antiangiogen wirkenden Pgimentepithel-assoziierte Faktor (PEDF) den Zelltod von Neuronen aufzuhalten (Unterlauft et al., 2012). Artikel lesen
 
 
 
Letzte Änderung: 19.04.2017, 10:43 Uhr
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