Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung
 Universitätsmedizin Leipzig

Toolbox zur visuellen Charakterisierung von Ganglienzellen der Maus

Die Netzhaut hat viele parallele Informationsverarbeitungskanäle. Infolgedessen bestehen die Ganglienzellen, die Informationen an das Gehirn weitergeben, aus Dutzenden verschiedener Typen. Alle Ganglienzellen eines einzigen Typs bilden einen visuellen Informationskanal; und jeder dieser Kanäle überträgt eine andere Botschaft über die visuelle Welt an das Gehirn (siehe Abbildung). Es war ein langfristiges Ziel der Bionic Vision-Forschung, sicherzustellen, dass bionische Netzhautimplantate diese Vielfalt von Informationskanälen voll ausnutzen

In diesem Projekt wird die Kodierungsdiversität der retinalen Ganglienzellen (RGC) durch gleichzeitiges Aufzeichnen von großen Populationen von RGCs in der Mausretina unter Verwendung eines Mikroelektrodenarrays (MEA) quantifiziert. Die Spitzenreaktionen auf einen standardisierten Satz visueller Reize werden parametrisiert und in einen hochdimensionalen Raum projiziert, um entsprechend dem RGC-Typ geclustert zu werden. Basierend auf dieser Bevölkerungsclusterung wird eine Toolbox zur visuellen Charakterisierung entwickelt, um einzelne RGCs zu kategorisieren. Mit dieser Toolbox können Sie die RGC-spezifische Aktivierung testen, indem Sie speziell entwickelte elektrische Stimulationsmuster präsentieren.

Arbeitsgruppe



Kooperationspartner

  • University of Tübingen, Institute for Ophthalmic Research, Pathophysiology of Vision (Prof. Dr. med. Dr.h.c.mult Eberhart Zrenner)
  • Henry Ford Hospital, Dept. Ophthalmology, Bionics and Vision, USA (Assoc. Sci. Dr. Daniel L. Rathbun)

Förderung



 
Letzte Änderung: 04.09.2019, 13:31 Uhr
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Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung