Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung
 Universitätsmedizin Leipzig

Physiologie und Pathophysiologie der Netzhautkreise

Die Netzhaut ist ein Teil des ZNS, architektonisch einfach und funktional komplex, wobei die visuellen Informationen von Stäbchen- und Zapfen-Photorezeptoren in der äußeren Netzhaut aufgenommen und dann von Interneuronen, z. Amakrine, bipolare, horizontale Zellen, die von retinalen Ganglienzellen (RGCs) in der inneren Retina auf das Gehirn übertragen werden. Weltweit leiden mehr als 8 Millionen Menschen an Retinitis pigmentosa und Makuladegeneration, die zum Verlust der Fotorezeptorfunktion und zur Erblindung führen. Ziel ist es, die Sehfunktion dieser Patienten durch Weiterentwicklung des elektronischen Netzhautimplantats wiederherzustellen.

Eine Möglichkeit zur Verbesserung elektronischer Netzhautimplantate ist die gezielte Aktivierung verschiedener Informationskanäle des Auges. Wir möchten verstehen, wie Bilder in der gesunden und degenerierenden Netzhaut verarbeitet werden, um das bionische Sehen zu fördern. Daher ist es unser Hauptziel, die Auswirkungen komplexer elektrischer Stimulationsmuster auf die Signalübertragung in den Netzhautschichten und die inhibitorischen und exzitatorischen Wechselwirkungen zu untersuchen, die netzwerkvermittelte RGC-Reaktionen hervorrufen, um visuelle Signale über den Sehnerv an den visuellen Kortex zu senden. Wir erforschen die Physiologie und Pathophysiologie von Zellen und Schaltkreisen der Netzhaut mit modernsten elektrophysiologischen Techniken, einschließlich Mikroelektrodenarrays und Einzelelektroden-Patch-Clamp-Aufzeichnungen.

Arbeitsgruppe


Kooperationspartner

  • University of Tübingen, Institute for Ophthalmic Research, Pathophysiology of Vision (Prof. Dr. med. Dr.h.c.mult Eberhart Zrenner)
  • Henry Ford Hospital, Dept. Ophthalmology, Bionics and Vision, USA (Assoc. Sci. Dr. Daniel L. Rathbun)
  • Graduate School of Biomedical Engineering, University of New South Wales, Australia (Dr. Mohit Shivdasani)

Förderung



 
Letzte Änderung: 04.09.2019, 13:07 Uhr
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Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung