Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung
 Universitätsmedizin Leipzig

Diagnostik und Augenentwicklung bei Kindern und Erwachsenen

In diesem Projekt entwickeln wir neue diagnostische Auswertealgorithmen für Untersuchungsmethoden in der klinischen Augenheilkunde. Wir erarbeiten neue mathematische Bildauswertealgorithmen für bildgebende Verfahren, wie der optischen Kohärenztomographie (OCT), z.B. zur Analyse der Aderhautdicke oder Bestimmung der realen Foveamorphologie.

Des Weiteren entwickeln wir neue Diagnostikmethoden bzw. erweitern deren diagnostische Anwendungen, z.B. Augenhintergrunduntersuchung (Funduskopie) mittels Adaptiver Optik, wodurch wir eine mikroskopische Auflösung der Photorezeptorschicht bei einer nicht-invasiven Funduskopie erreichen. Die diagnostischen Untersuchungen sind Teil der LIFE Adult Studie und der LIFE Child Studie (LIFE ist ein Großforschungsprojekt der Universität Leipzig und steht für "Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen"). Durch Verlaufsuntersuchungen (z.B. die alljährlichen Wiederholungsuntersuchungen bei Kindern) ist es möglich, Fragestellungen zur allgemeinen Entwicklung der Augen bzw. zu Prozessen bei der Entstehung von Fehlsichtigkeiten zu bearbeiten. In der Erwachsenenkohorte wird die Prävalenz von Seheinschränkungen untersucht.

Literatur: 

Parametric model for the 3D reconstruction of individual fovea shape from OCT data. Scheibe P, Lazareva A, Braumann UD, Reichenbach A, Wiedemann P, Francke M, Rauscher FG. Exp Eye Res. 2014 Feb;119:19-26.

Analysis of foveal characteristics and their asymmetries in the normal population. Scheibe P, Zocher MT, Francke M, Rauscher FG. Exp Eye Res. 2016 Jul;148:1-11.

Explosion PS+AO Plus Symbol

Links: 3D-Darstellung der Fovea (Sehgrube bzw. Stelle der schärfsten Sehens in der Netzhaut) eines Erwachsene nach mathematischer Modellierung originaler Diagnostikdaten der optischen Kohärenztomograpie (OCT; aus Scheibe et al. 2014)

Rechts: Aufnahme des Augenhintergrundes (Funduskopie) eines gesunden Erwachsenen. In der Mitte sind die quadratischen Bilder mehrerer Aufnahmen mit Adaptiver Optik dargestellt, die eine mikroskopische Auflösung der einzelnen Photorezeptoren in der Netzhaut erlauben. Die obere Reihe im Bild stellt die bildverarbeitenden Algorithmen dar, die eine exakte Quantifizierung (Zählen der Photorezeptoren) ermöglicht.

Arbeitsgruppe

Kooperationspartner

 
Letzte Änderung: 23.01.2017, 10:15 Uhr
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Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung